AMSTERDAM



Die Immaculata sah die Entwicklung in der westlichen Welt sowie den Schlaf vieler Hirten voraus, die die Wühlarbeit Satans wenig zu stören schien. Da­rum begann sie noch vor Kriegsende in Holland damit, ihre Kinder wieder wachzurütteln. Sie wählte für ihre Botschaften eine Stadt in einem Lande aus, das schon immer den Frieden wünschte, jenes Amsterdam, in dem im Jahre 1345 ein eucharistisches Wunder gesche­hen war. Dabei bediente sie sich einer Seherin, die öfters zu Besuch in Deutschland weilte, um ihr auch dort Botschaften zu geben, weil ihr und ihrem göttli­chen Sohn das Schicksal dieses Landes so besonders am Herzen liegt.
Diese sogenannten Amsterdamer Botschaften ofizielle Annerkenung ⇒ sind im Zeitraum von 1945 bis 1959 gegeben worden. Sie sind in der marianischen Literatur als die "Bot­schaften der Frau aller Völker" bekannt und be­inhalten 56 Einzel- Botschaften, von denen 20 in Deutschland gegeben wurden. Maria wiederholt darin eindringlich ihre Bitten in Lourdes und Fatima, wo sie das Rosenkranzgebet sowie das Opfer zur Rettung der Sünder fordert.
       Das erste, was Unsere Liebe Frau der Seherin in Amsterdam zu Beginn der Botschaften zeigte, ist der Rosenkranz. Unter Hinweis auf ihn und das Ende des Zweiten Weltkrieges in Holland sagte sie:" Dem ist es zu verdanken, aber ausharren!" Damit meint sie wohl: Wei­terbeten!
    Den gefährdeten und zerrütteten Familien emp­fiehlt Maria besonders eindringlich das Rosenkranz­gebet, wobei sie bemerkt: „Die Kinder müssen wieder eins sein mit Vater und Mutter. Sie sollen wieder zusam­menknien und den Rosenkranz beten"(16.11.50).
        Die Gottesmutter hält aber auch noch weitere Gnadenangebote bereit, um endlich dem Niedergang in Welt und Kirche ein Ende zu setzen. Diese gipfeln in der Bitte: Kniet euch nieder und betet vor dem Kreuz "mein Gebet", damit auf meine Fürsprache hin der Heilige Geist in alle Herzen komme. Wörtlich sagte sie am 11.02.51 zur Seherin: „Sprich mit Mir und bete vor dem Kreuz
Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters sende jetzt Deinen Geist über die Erde, laß den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Laß die Frau aller Völker, die Unbefleckte Jungfrau Maria, unsere Fürsprecherin sein. Amen.
       Offiziell, das heißt als Dogma, ist Maria in der Kirche noch nicht unsere Fürsprecherin bei Gott; doch ist sie es in der Praxis schon immer gewesen. Die Macht ihrer Fürsprache erhielt sie beim Heimgang ih­res Sohnes unter dem Kreuz, wo sie als die "Unbe­fleckte Empfängnis" durch ihr Mitleiden zu jener "Mit­erlöserin" geworden ist, deren Rolle die Vermittlung aller Gnaden beinhaltet. Sie hat damals alle körper­lichen und seelischen Schmerzen des Erlösers mitgelitten - einschließlich der Kreuzigung - und wurde in dem Augenblick der größten Qualen zu jener Mutter, der der sterbende Gottmensch in Johannes die ganze Menschheit ans Herz legte. Maria wurde von ihrem Sohn als "Frau" und Mutter" angesprochen - als "Frau", weil sie im Kampf gegen Satan ihre Kinder schützen und verteidigen soll und als "Mutter", weil sie ihren Kindern als Fürsprecherin alle Gnaden vermit­teln soll, die Gott zu ihrer Rettung bereithält. Seine Worte "Frau sieh deinen Sohn - Sohn sieh deine Mutter" schufen das wohl innigste Mutter-Rind-Ver­hältnis. das die Erde kennt und das Maria als Ver­mächtnis wahrnimmt. weil sie alle Menschen als die "Frau aller Völker" ganz besonders liebt.
        Das Kreuz, unter dem Maria zur "Miter­löserin" wurde, ist das Werkzeug der Erlösung und damit die Eintrittskarte in das himmlische Paradies. Jeder kann davon Gebrauch machen, wenn er dieses Kreuz verehrt und liebt, wie es Christus und Seine heiligste Mutter getan haben. Das Kreuz tra­gen heißt, das Opfer bejahen - also in Liebe alle Leiden tragen und dem Himmlischen Vater für die Menschheit aufopfern. Darum sagt Maria in Amsterdam - auf das Kreuz zeigend: „Die ganze Welt wird wieder dahin zurück müssen; aber es wird mühsam sein“ (07.10.45) „Das Kreuz muß aufgenommen werden“ (23.04.46) „Die Welt ist so in Verfall, so materialistisch, dass es hohe Zeit wird, den einfachen Glauben jetzt wieder unter die Menschen zu bringen. Das Einzige, was sie nötig haben, ist das Kreuz mit dem Menschensohn. Ihr Eltern dieser Welt, lehr doch eure Kinder, zum Kreuz zurückzukehren. Ich werde ihnen als die Frau aller Völker helfen“ (01.04.51). „Ihr Christen, nehmt doch – jeder für sich – das Kreuz in die Hand. Mit dem Kreuz in der Hand werdet ihr das Königreich besitzen. Mit dem Kreuz in der Hand werdet ihr eurem Nächsten begegnen. Mit dem Kreuz in der Hand werdet ihr euren Feind schlagen. So werden die Christen dieser Welt sich eins fühlen mit der Kirche und mit dem Kreuz“ (17.02.52). „ Eure Mutter kennt das Kreuz. Alles, was ihr in diesem Leben durchmacht, ist ein Weg, wie ihn eure Mutter, die Frau aller Völker gegenagen ist. Sie hat euch diesen Weg vorgemacht. Völker, auch ihr geht durch euren Kreuzweg hinauf zum Vater, hinauf zum Sohn; der Heilige Geist wird euch helfen“ (31.05.55)
 
        Die Miterlöser-Rolle der "Frau aller Völker" und ihre Stellung als "Gnadenvermittlerin" und "Fürsprecherin" sind aus dem Bildnis, das Maria der Seherin gab, ersichtlich. Das Bildnis ist in Bogen­form mit den Worten "Die Frau aller Völker" überschrieben, was wohl besagen will, daß sie als "Frau" und "Mutter" das Kreuz für alle getragen hat - nicht nur für die Christen. Der Bogen erin­nert an den Regenbogen nach der Sintflut und läßt als Zeichen auf den Frieden schließen, den die "Frau" der Menschheit durch das Kreuz vermitteln möchte.
         Maria steht im Bildnis vor dem Kreuz als dem Zeichen der Passion. Der Seherin ist das Kreuz als braunes, hölzernes Kreuz gezeigt worden. Es wurde, wie uns die Gottesmutter kürzlich sagen ließ, zum leuchtenden Kreuz der Wahrheit, als das Ge­bet der "Frau aller Völker" wieder seinen wahren Text zurückerhielt. Wir hatten nämlich in der an­fangs verbreiteten Fassung die Worte "...die einst Maria war" durch die Worte"... die Unbefleckte Jung­frau Maria" ersetzt; denn die Gottesmutter hat die Worte "... die einst Maria war" - wie sie uns ver­sichern ließ - niemals ausgesprochen. Der Hölle und ihren Anhängern war die Unbeflecktheit der hei­ligen Jungfrau schon immer ein Greuel gewesen – und deswegen war das Gebet von den Feinden Unserer Lieben Frau abgeändert worden.
          Der Gürtel um den Leib Mariens. der wie das Lendentuch Jesu aussieht. sowie die Wundmale an ih­ren Händen erinnern an die Leiden. die Maria mittrug. Der Leib der heiligen Jungfrau ist vom Heiligen Geist durchstrahlt, Der in ihr wohnt - und die Strahlen aus ihren Händen, die auf die Schafe fallen, sind, wie sie sagt, Strahlen der Erlösung, der Gnade und des Friedens, also Geschenke, die heute die Welt so dringend braucht. Maria steht auf der Weltkugel, weil sie mit dem Kreuz die ganze Welt ansprechen will.
         Wie in Fatima, so bittet Unsere Liebe Frau auch in Amsterdam um Sühne. Es geht dabei um die vielen Gotteslästerungen und die Morde an den Ungebo­renen, die gleichsam um Wiedergutmachung zum Himmel schreien. Die Worte "Tut Buße", "Leistet Sühne", "Sie haben Mich wieder verhöhnt", "Sie haben Mich aufs neue ans Kreuz geschlagen" sind ernste Mahn - und Warnrufe, Genugtuung zu leisten, damit die Strafgerichte abgewendet und möglichst viele Seelen gerettet werden.
      Das Gebet der "Frau aller Völker" ist eine der stärksten Offensivwaffen der "Schlangenzertreterin" , um dem geistigen Verfall Einhalt zu gebieten und ihre Kinder vor diesem Verfall zu schützen. Maria hat die enorme Bedeutung dieses Gebets immer wieder unter­strichen und wiederholt dazu aufgerufen, es zu beten. Sie will durch dieses Gebet den Heiligen Geist in die Herzen aller Menschen bringen und Satan daraus ver­treiben. Daher ihre Worte an die Seherin: „Die Menschen, die das Gebet betten, sollen es täglich tun. Du kannst den großen Wert nicht beurteilen; auch weiß du nicht, was in der Zukunft liegt“ (15.04.51). „Sprecht, dieses Gebet bei allem, was ihr tut. Die Menschen in der Welt sollen lernen, die Frau aller Völker als Fürsprecherin zu bitten, daß die Welt von Verfall, Unheil und Krieg befreit werde“(31.12.51). „ So wie der Schnee sich in der Erde auflöst, so wird die Frucht, der Heilige Geist, in die Herzen aller Menschen kommen, die dieses Gebet täglich verrichten. Sie bitten doch, dass der Heilige Geist über die Welt komme“ (01.04.51). „Die Welt ist in Verfall und Verflachung; darum sendet mich der Vater, um Fürsprecherin zu sein, dass der Heilige Geist komme. Die Welt wird nur durch den Geist gerettet werden. Es sind Ideen, die die Welt regieren; Rom, bringe deine Ideen! Verkünde Christus von neuem!“ (29.04.51). „Noch ist Satan nicht vertrieben. Die Frau aller Völker darf jetzt kommen, um Satan zu vertreiben. Sie kommt, den Heiligen Geist zu verkünden. Der Heilige Geist wird jetzt erst über diese Erde kommen. Ihr aber sollt mein Gebet, das ich an die Welt gegeben habe, beten! Ihr sollt jeden Tag und jeden Augenblick an das Gebet denken, das die Frau aller Völker dieser Welt in dieser Zeit gegeben hat. Wie schlimm Satan regiert, weiß Gott allein. Er sendet jetzt zu euch, zu allen Völkern, Seine Mutter, die Frau aller Völker, . Sie wird, wie vorhergesagt, Satan überwinden. Sie wird ihre Füße auf Satans Kopf setzen.“ (31.05.55)
 
       In Bogenform erschienen vor der Seherin auch die Worte: "Rechtschaffenheit", "Gerechtigkeit", "Glaube" - 'Wahrheit" - "Liebe". Dazu hörte sie die Worte: "solange dies nicht ist, kann es keinen wahren Frieden geben.. Betet, betet und vor allem arbeitet für das Gute“ (09.04.46)
      Von diesen wertvollen Tugenden ist heute nicht mehr viel übrig geblieben. Anstelle der Gerechtigkeit. wie Jesus sie vorgeket und gepredigt hat, des gelebten Glaubens und der Rechtschaffenheit ist ein modernes Heidentum. der Humanismus getreten. der in der Re­gel nur noch das gelten läßt. was dem eigenen "Ich" und seinem Vorteil dient. Darin wird Gott. Dem man alles verdankt. bestenfalls noch die Erinnerung an ei­nen gutmütigen. a!ten Mann über den Wolken einge­räumt. Der nichts mehr zu sagen hat. Man lästert Sei­ne Gottheit oder verneint sie und sieht in der Sonntagsheiligung nur noch das verbürgte Recht auf die Er­füllung möglichst vieler Vergnügungswünsche. In der Praxis sind die ersten drei Gebote Gottes, aber auch die anderen göttlichen Wegweiser längst zu lästigen Hindernissen für eine Bedürfnis-Befriedigung gewor­den, die sich selbst und fremde Götter anbetet und an­stelle der Rechte Gottes die Menschen-Rechte gesetzt hat.
       Die Wahrheit, welche die Gottesmutter gleich­falls so sehr vermißt, ist in den Herzen vieler ihrer Kinder nur noch in Resten vorhanden; denn man hat sie "hinterfragt", das heißt, in Frage gestellt, halbiert, zerstückelt, verdreht oder ganz geleugnet und die Tra­dition des Glaubens durch den Modernismus ersetzt, um sich der Welt besser angleichen zu können. Begon­nen hat die Versümmelung der Wahrheit damit, dass die „Wiisenschaft“ bestimmte. was glaub­würdig ist - und diese setzte an die Stelle des Schöpfers. Der Himmel und Erde erschaffen hat. die Materie. die Zeit. den Zufall und die Evoluti­on. Die modemen Schriftgelehrten bescheinigen der wissenschaftsgläubigen Menschheit schon lange. daß sie vom Tier abstammt und es deshalb keine Stamm­eltern und damit auch keine Erbsünde geben kann. Diesen hochmütigen Schwätzern haben sich längst vie­le Theologen und Hirten angeschlossen, die heute den Dreifaltigen Gott und die Existenz der unsterblichen Seele leugnen.
 
        Jahrelang hat man bei dem Gebet der Frau aller Völker eine Formulierung, als ob Maria eine Frau wie jede andere sei, ersetzt. Mit dieser Lüge entfernte man die Edelsteine Mariens, die Unbefleckte Empiängnis, ihre Jungfräulichkeit, die Jungfrauengeburt und die Gottesmutterschaft aus ihrer Krone und höhlt damit gleichzeitig das Glaubensdogma von der Gottheit Christi aus.Brief an die Glaubenskongregation Christus ist heute in den Augen vieler Priester nur noch Mensch und Mitbruder; denn ein Christus, der von einem Mann gezeugt und von irgend einer Frau gebo­ren wurde, konnte unmöglich Gottes Sohn gewe­sen sein. Man weist Ihm daher den Tabernakel irgendwo in der Kirche zu und nimmt am lieb­sten Dessen früheren Thron in der Mitte der Kir­che selber ein.
      Vor diesem Christus, Der nur Mensch und Mit­bruder ist, sind natürlich Kniebeugen verpönt, ebenso die heilige Ehrfurcht, wie sie früher stets beim heiligen Meßopfer und insbesondere beim Kommunionempfang selbstverständlich war und von den Hirten gefordert wurde. Man vermeidet in den Predigten längst alles, was noch an die Gottheit Christi erinnert. Der Reli­gionsunterricht ist zumeist das Spielfeld für Irrtümer und Halbwahrheiten, auf dem die Gebote Gottes, die Sünde, die Hölle, der Teufel, das Fegfeuer, die Aufer­stehung, die Himmelfahrt, die Realpräsenz und die Sa­kramente verwässert, mit Schweigen übergangen oder abgelehnt werden. Ja - viele Hirten schämen sich bereits Dessen, Der vom Himmel herabstieg und sich aus Liebe in qualvollster Weise für die Menschheit opferte, damit sie nicht eine Beute Sa­tans werde.
          An erster Stelle jener Werte, die Maria in Amsterdam so sehr vermißt, steht das Hauptgebot, die Gottes- und Nächstenliebe. Die Liebe wurde der Se­herin zusammen mit der Wahrheit und der Rechtschaffenheit - in einem Bogen miteinander verbunden - gezeigt, was bedeutet, daß alle drei zusammengehören und daß sie, wenn sie wirk­lich gelebt werden, jenen Frieden bringen, den die Engel über Betlehem den Menschen guten Willens verkündet haben. "guten Willen heißt“ - so sagte Unsere Liebe Frau am 02.07.51, "das erste, grüßte Gebot ist die Liebe. Dies ist es, woran es dieser Welt gebricht, an der Gottes – und der Nächstenliebe“. „Wer Liebe besitzt, wird seinen Herrn und Meister in Seiner Schöpfung ehren, das heißt, das Große sehen in Seiner Schöpfung, das Opfer dabei inbegriffen. Wer Liebe besitzt, wird anderen Menschen gegenüber alles tun, was er sich selbst gern wünscht, dass es ihm getan wird.“ (15. 08. 51)
       Keine Tugend ist bisher so pervertiert worden, wie die Liebe. Die Jugend weiß kaum noch, was Liebe ist. Man hat aus der Königin aller geistigen Werte ein Verhalten propagiert, das sich in der bloßen Betätigung des Sexual-Triebes und in gelegent­lichen Spenden für Notleidende zu erschöpfen pflegt. Den meisten Menschen scheint nicht mehr bewußt zu sein, daß sie die Liebe täglich - wie die Wärme des Sonnenlichtes - als besondere Leih­gabe des Allmächtigen empfangen und daß sie diese erwidern und an den Nächsten weitergeben sollten. Die wahre Liebe sollte durch ihre Opfer­bereitschaft, durch die Glut und das Feuer ihrer Hin- und Zuwendung jene Kälte vertreiben, die die Erde allmählich unbewohnbar macht. Daß sie sich nicht etwa nur in angenehmen Empfin­dungen und Gefühlen erschöpft, hat Christus durch sein Kreuzes-Opfer gezeigt und daß die Ehe nicht allein von der heute so hoch gepriesenen Sexualität leben kann, beweisen die schnell zer­fallenden Familien, die zunehmenden Eheschei­dungen, die steigende Zahl der Waisenkinder so­wie die erschreckende Verrohung der Gesell­schaft, insbesondere vieler Jugendlicher in unse­ren Tagen.
     Die Perle aller Tugenden will auch heute noch in der Nächstenliebe - und nicht etwa nur als "Mitmenschlichkeit" - gelebt und erfahren werden, damit die Familien wieder gesund wer­den und der Sitten-Verfall ein Ende nimmt. Wür­de auf dieser Welt in jeder Gemeinschaft die Nächstenliebe so gelebt und die Gottesliebe so erwidert, wie sie Christus, Maria und die Heili­gen vorgelebt haben, dann hätten wir bereits heute auf Erden die Vorstufe zum himmlischen Paradies - und nicht jene Hölle, wie sie in vielen Ehen und Familien zum Alltag gehört. Zur Liebe gehört stets das Opfer; denn beide bilden ein Ganzes. Wo das Opfer und der Verzicht abge­lehnt werden, stirbt die Liebe; wo sie bejaht und gelebt werden, wächst sie.
      Alles Kostbare, was die Immaculata in Amster­dam der Menschheit so ganz besonders ans Herz legte, findet sich auch in ihren Botschaften für das "Werk der Liebe" wieder: Der heilige Rosenkranz, das Gebet der "Frau aller Völker", das Kreuz, das Opfer und die Süh­ne, die fürbittende Macht Mariens und die Nachfolge Christi.
Die Seelen des Werkes sollten Kreuzträger sein und sich durch ihr "Ja" dem Willen Gottes vorbehalts­los zur Verfügung stellen. "Sie sind", wie der Herr sagt, "die zur Kreuzesliebe geschmiedeten Heili­gen, welche auf ihren Schultern die Kreuze jener tragen, die jedem Heilswirken widerstehen." "Gott wird", so sagt Er weiter, "nur jenen barmherzig sein, die Ihm mit unendlicher Liebe nach Kalva­ria folgen und dem, der das Kreuz annimmt, einen Vorzugsplatz in Seinem Herzen geben. Der Sieg kommt durch das Kreuz - und er kommt durch das Unbefleckte Herz Mariens. "(Werk der Liebe)
Maria, die "Frau" unter dem Kreuz, ist die Mut­ter Jesu und unsere Mutter. Was dieses Geschenk Got­tes für das Werk und die Menschheit bedeutet und wie Gott sie liebt, leuchtet aus den Worten Christi über Seine Mutter auf: "Sie ist die Mutter, eure Mutter. Ich habe sie euch geschenkt, als Ich für euch starb. Was konnte Ich euch Größeres, Eigeneres geben? Ich verspreche euch - Wort Gottes - daß ihr Meine Mutter bald ganz für Euch haben werdet. Ihr Lächeln wird euch trösten, ihr liebevoller Blick wird euch liebkosen, ihre süßesten Worte werden für euch wie die lieblichste und harmo­nischste Musik klingen. Dies ist das größte Ge­schenk, das Ich der Menschheit durch Mein "Werk der Liebe" verspreche. Nur diejenigen, die ihre Seele Meiner Mutter anvertrauen, werden von dem Sturm verschont werden, der über die Welt fe­gen wird, einem materiellen. geistillen und mora­lischen Sturm."(Werk der Liebe) 

       Die Wahrheit und die Liebe sind jene Säu­len, die das Werk tragen und künftig wieder die Kirche tragen sollten. Darum die Bitte Mariens: „Das Korn der Liege und der Wahrheit muß In vielen Herzen gesät werben! In diesem Werk muß die Wahrheit anerkannt und verbreitet werden“. Und der Herr:"Das Werk muß der Kirche eine Schar von heiligen Seelen schen­ken, die sich in der vollständigen Liebe und Hin­gabe verzehren, damit sich das Wort Jesu erfülle: Es wird nie ein Ende haben. Ihr vom Werk müßt Mein Feuer sein; durch eure Vermittlung werde Ich die sich zur Verfügung stellenden Seelen be­rühren und sie mit der Göttlichen Liebe in Brand stecken. "(Werk der Liebe)

     Wer Gott liebt. wird stets Seinen Willen tun. Da­rum sagt Jesus zu den Seelen des Werkes: "Du kennst die Freude nicht, die Mir ein Meinem Willen voll­ständig übergebenes Herz schenkt. Sie ist so groß, daß Ich sie dir nie bis ins Letzte begreiflich ma­chen kann. Wer sich in Meinem Werk der Liebe mit den Gelübden der vollkommenen Hingabe weiht, besitzt Meinen ganzen Schutz und Meine ganze Liebe. Ich wünsche, Mein Leben der Liebe und der Passion in jedem Mitglied des Werkes neu zu leben; im Gelübde ist die ganze Kraft dieses Mei­nes Lebens in euch. Den Gelübden gelingt es, Mei­nem Herzen eine endlose Zahl von Kreuzen abzu­nehmen. Was werde Ich diesen hochherzigen und gütigen Seelen im Tausch dafür wohl geben? Meine ganze Liebe, Mein ganzes Zartgefühl und einen Vorzugsplatz in Meinem Herzen und im Himmelreich. "(Werk der Liebe)

     In Amsterdam gab die Immaculata ihr beson­deres Gebet, das "Gebet der Frau aller Völker", um den Heiligen Geist in die Herzen der Menschen zu bringen. Im "Werk der Liebe" bittet sie nicht nur er­neut darum, sondern sie empfiehlt auch noch den Liebesflammen-Rosenkranz als Sturmgebet und kündigt ein "Neues Pfingsten" an. Mit dem Kommen des Heiligen Geistes wird der Sieg, der Tri­umph und das Neue Werde kommen, in der es nichts Böses mehr geben wird. Darum ihr Ver­sprechen: "Im Werk werde ich euch auf das“Neue Pfingsten" vorbereiten(Werk der Liebe)
 

Deutsche Übersetzung des holländischen Originals

Seit geraumer Zeit und in zunehmendem Maß erreichen uns - den Bischof und den Weihbischof von Haarlem - viele Bitten aus dem In- und Ausland, um über den Status der Erscheinungen Marias als ‘Die Frau aller Völker in Amsterdam’ während der Jahre 1945-1959 endlich Klarheit zu schaffen.
Nach reiflicher Überlegung und nachdem wir die offiziellen Instanzen zu Rate gezogen haben, glauben wir, mit Rücksicht auf die gewünschte pastorale Deutlichkeit, folgenden Standpunkt vertreten zu müssen:

Es muß zwischen den Erscheinungen / Botschaften einerseits und dem marianischen Titel ‘Frau aller Völker’ andererseits unterschieden werden.

Über den übernatürlichen Charakter der Erscheinungen und den Inhalt der Botschaften kann die Kirche in diesem Moment keine Aussage machen. Es steht jedem frei, sich darüber nach seinem persönlichen Gewissen ein Urteil zu bilden.
Das Gebet “Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, ...” mit dem darin enthaltenen Titel ‘Frau aller Völker’ hat schon seit 1951 die kirchliche Genehmigung des damaligen Bischofs von Haarlem, Msgr. Huibers. Auch gegen die öffentliche Verehrung von Maria unter diesem Titel bestehen unsererseits keine Bedenken.

In dieser Zeit, in der viele Rassen, Völker und Kulturen immer mehr aufeinander angewiesen sind - nicht zuletzt in Amsterdam - glauben wir, daß gerade dieser Titel ein helleres Licht auf die universale Mutterschaft Mariens und auf ihre einzigartige frauliche Rolle im Heilsplan Gottes wirft.

Haarlem, 31. Mai 1996, am Fest Maria Heimsuchung



Bisdom van Haarlem

Haarlem, 31. Mai 2002
Authorisierte Übersetzung

In Antwort auf Anfragen die Erscheinungen der Frau aller Völker betreffend

Als Bischof von Haarlem/Amsterdam bin ich gebeten worden, eine Stellungnahme abzugeben betreffs der Authentizität der Erscheinungen Mariens als Frau aller Völker in Amsterdam während der Jahre 1945-1959. Viele Gläubige und Bischöfe haben auf die Dringlichkeit hingewiesen, darüber Klarheit zu schaffen. Auch ich bin mir dessen bewußt, daß die Entwicklung der Verehrung, die sich über 50 Jahre hin erstreckt, danach verlangt.

Wie bereits bekannt, haben mein Vorgänger, Msgr. H. Bomers, und ich im Jahr 1996 die öffentliche Verehrung erlaubt. Was den übernatürlichen Charakter und den Inhalt der Botschaften betrifft, haben wir kein Urteil ausgesprochen, aber wir erklärten, daß es „jedem freisteht, sich darüber nach seinem persönlichen Gewissen ein Urteil zu bilden.“ Aus einer positiven Grundhaltung in Hinblick auf die Authentizität, entschlossen wir uns, die weiteren Entwicklungen abzuwarten und den Geist weiterhin zu prüfen. (vgl. 1 Thess. 5,19-21)

Mittlerweile sind sechs Jahre vergangen, und ich stelle fest, daß diese Verehrung weltweit im Glaubensleben von Millionen einen festen Platz eingenommen hat und von vielen Bischöfen unterstützt wird. Auch wurden mir Erfahrungen berichtet von Bekehrung und Versöhnung, sowie von Heilung und von besonderem Schutz.
In voller Anerkennung der Verantwortlichkeit des Hl. Stuhles, ist es in erster Linie die Aufgabe des Ortsbischofs, sich dem Gewissen entsprechend über die Authentizität von Privatoffenbarungen zu äußern, die sich in seiner Diözese ereignen oder ereignet haben.

Dazu habe ich betreffs früherer Untersuchungsergebnisse und darin aufkommender Fragen und Einwände nochmals Rat bei mehreren Theologen und Psychologen eingeholt. Die eingeholten Gutachten bezeugen, daß darin keine grundlegenden theologischen oder psychologischen Hindernisse vorliegen, um die übernatürliche Authentizität festzustellen. Auch habe ich betreffs der geistigen Früchte und der weiteren Entwicklung das Urteil einer Anzahl von Mitbrüdern im Bischofsamt eingeholt, die in ihren Diözesen eine große Verehrung Mariens als Mutter und Frau aller Völker kennen. In Anbetracht all dieser Gutachten, Zeugnisse und Entwicklungen und nachdem ich alles im Gebet und in theologischer Reflexion erwogen habe, führt mich dies zur Feststellung, daß in den Erscheinungen von Amsterdam ein übernatürlicher Ursprung vorliegt.

Natürlich bleibt der Einfluß des menschlichen Faktors bestehen. Auch authentische Bilder und Visionen gehen – so sagt es Joseph Kardinal Ratzinger, Präfekt der Glaubenskongregation – immer „durch den Filter unserer Sinne, die einen Übersetzungsvorgang zu leisten haben...“ und „... tragen auch die Möglichkeiten und Grenzen des wahrnehmenden Subjekts an sich.“ (Kardinal Ratzinger, Theologischer Kommentar in Vorbereitung der Veröffentlichung des Dritten Geheimnisses von Fatima, L’Osservatore Romano, 28. Juni 2000).

Im Gegensatz zur Heiligen Schrift ist die Privatoffenbarung für das Gewissen des Gläubigen nie bindend. Sie ist ein Hilfsmittel um die Zeichen der Zeit zu verstehen und um das Evangelium in seiner Aktualität vollkommener zu leben. (vgl. Lk 12,56; Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 67) Und die Zeichen unserer Zeit sind dramatisch. Ich bin aufrichtig davon überzeugt, daß die Verehrung der Frau aller Völker uns helfen kann, in der Dramatik unserer Zeit den rechten Weg zu finden, den Weg hin zu einem neuen besonderen Kommen des Heiligen Geistes, der allein die großen Wunden unserer Zeit zu heilen vermag.

Um die weitere Entwicklung der Verehrung zu verfolgen und um zu einer vertieften Einsicht in deren Bedeutung zu gelangen, habe ich eine Begleitkommission ernannt. Ihre Aufgabe ist es, alle Initiativen, Erfahrungen und Zeugnisse zu dokumentieren, sie zu beurteilen und eine korrekte kirchliche und theologische Entfaltung der Verehrung zu fördern.

Ich hoffe, hiermit ausreichende Information und Klarheit gegeben zu haben.

+ Josef Marianus Punt
Bischof van Haarlem

 

 

Amsterdam, Dezember 2006

Liebe Aktionsleiter,
liebe Freunde der Frau aller Völker.

Im Juli 2005 äußerte die Glaubenskongregation die Bitte, beim Gebet der Frau aller Völker die Worte „die einst Maria war“ aus Rücksicht auf all jene, welche die Bedeutung dieser Worte nicht verstehen, weg zu lassen.
Wir möchten allen, die dieser Anweisung sofort Folge geleistet haben, noch einmal ausdrücklich danken. Denn durch diesen Gehorsam konnte das für unsere Zeit so aktuelle und wichtige Gebet der Frau aller Völker in den vergangenen 18 Monaten weiterhin verbreitet und von den Gläubigen gebetet werden.

Inzwischen hat die Glaubenskongregation dem zuständigen Bischof von Haarlem-Amsterdam, Msgr. Jozef Marianus Punt, die nachfolgende Version vorgelegt. Um klarzustellen, dass sich der Titel Frau aller Völker auf die Gottesmutter bezieht, wünscht die Glaubenskongregation, dass in das Gebet die Worte „die selige Jungfrau Maria“ eingefügt werden. So lautet nun der Schluss des Gebetes:

„Möge die Frau aller Völker,
die selige Jungfrau Maria,
unsere Fürsprecherin sein.“

So bitten wir Sie erneut, diese zusätzliche Änderung anzunehmen und zu unterstützen, denn nur so kann dieses machtvolle Gebet in einheitlicher Form wieder weltweit verbreitet, übersetzt und gebetet werden - und dies sogar mit ausdrücklicher Zustimmung der Glaubenskongregation und in Einheit mit unserem Hl. Vater, Papst Benedikt XVI.

Von Herzen danken wir Ihnen für Ihre Liebe zur Frau und Mutter aller Völker und für Ihren Eifer bei der von ihr selbstgewünschten „Weltaktion“. Denn die Verbreitung ihres Bildes und ihres Gebetes, mit der eindringlichen Bitte um das Kommen des Hl. Geistes „in die Herzen aller Völker“ und um Bewahrung „vor Verfall, Unheil und Krieg“, ist aktueller und notwendiger denn je.




HEILIGE MESSEN
 
Für alle Spender und Wohltäter wird
an jedem 19. und 22. des Monats
eine Heilige Messe gefeiert mit der Andacht und Novenne zum Hl. Josef.
MONATLICHE ANBETUNG
 
Unsere monatliche Anbetung findet in der Kapelle der Polnischen Katholischen Mission in München (Heßstr.26) statt.
An jedem zweiten Freitag des Monats treffen sich dort die Mitglider des Werkes zum gemeinsamen Gebet.
Die Anbetung beginnt um 15.00 Uhr und dauert eine Strunde.
Nach der Anbetung erteilt der Pater Slawek aus dem Karmelitenorden, seinen priesterlichen Segen.
GEBETSMEINUNGEN DES HEILIGEN VATERS - MAI 2008
 
Allgemeine Gebetsmeinung
Dass die Christen den Wert der Literatur, der Kunst und der Medien nutzen, um eine Kultur zu begünstigen, die den Wert des Menschen schützt und fördert.

Missionsgebetsmeinung
Dass die Jungfrau Maria, Stern der Evangelisierung und Apostelkönigin, so wie sie die Apostel in den Anfängen der Kirche begleitet hat, auch heute die Missionare und Missionarinnen mit mütterlicher Liebe leitet.

 
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